Samstag, 4. August 2012

Rezension: Ilsa J. Bick - Der Zeichner der Finsternis

Ilsa J. Bick - Der Zeichner der Finsternis

Gegenwart und Vergangenheit werden untrennbar...

Inhalt:
"Ich meine keine richtige Tür, so wie die, durch die man in die Küche kommt, wo es warm und gemütlich ist. Nein, diese Tür habe ich im Schlaf gemalt. Schon zwei Mal. Beim ersten Mal habe ich so einen Schreck gekriegt, dass ich sie sofort wieder übermalt habe. Beim zweiten Mal, das war erst vor einem Monat oder so, habe ich sie gelassen, sozusagen als persönliche Herausforderung. Denn die Tür ist noch nicht fertig. Sie hat keine Klinke, deswegen kann man sie nicht öffnen."
(S. 11)

Christians Eltern sind vor Jahren verschwunden. Seitdem zieht sein Onkel Hank seinen Neffen groß. Christian zeichnet, er zeichnet nachts im Unterbewußtsein - und er zeichnet Menschen. Und manchmal geschehen dann merkwürdige Dinge oder es sterben Menschen. Und dann sieht er plötzlich Dinge, Sachen aus einer vergangenen Zeit, die Christian nicht zu deuten vermag. Doch dann bekommt er Hilfe von seiner Freundin Sarah und der Psychologin Dr. Rainier...

Meinung:
Ilsa J Bicks Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Bildhaft und detailliert beschreibt Frau Bick uns die Geschichte um Christian und seine Gabe. Vor den Augen des Lesers ersteht das kleine Dörfchen Winter in Wisconsin. Ein kleines Dorf in dem jeder jeden kennt, und alle die Geschichte von Christian kennen.
Sie versteht es gekonnt Spannung aufzubauen und zu erhalten. Und auch die Wechsel zwischen der Gegenwart und den Rückblenden in die Vergangenheit sind ihr sehr gut gelungen. Obwohl Rückblenden nicht unbedingt das richtige Wort sind.

Christian ist ein sympathischer junger Mann, der es im Leben sehr schwer hatte. Seine Eltern sind verschwunden. Er meint, dass sie auf die andere Seite gewechselt haben. Von der anderen Seite wispern ihm Stimmen zu, die ihn auf die Seite locken wollen. Und auch in seinem Zimmer, zeichnet er immer wieder nachts eine Tür, eine Tür, der nur noch eine Klinke fehlt. Doch er hat Angst davor, was ihn auf der Seite erwartet.

Da Christian nachts die Farm eines Großindustriellen besprüht hat, muss er im Altenheim Sozialstunden ableisten. Dort freundet er sich mit Dr. Rainier an, einigen Altenheimbewohnern und dem alten Witek. Einen Maler aus Winsconsin - die beiden scheinen eine Verbindung einzugehen, obwohl der alte Mann im Koma liegt. Er lässt Christian teil haben an seinen Erinnerungen, die mit einem schrecklichen Geheimnis in Winter zu tun haben, dass sich zu Zeiten des 2. Weltkriegs abgespielt hat.

Das Cover ist in dunklen und gedeckten Farben gehalten und drückt die düstere Atmosphäre des Buches aus.

Eine spannende Geschichte zwischen Phantasie und Historie von der Autorin von "Ashes" - macht euch gemeinsam mit Christian auf die Suche nach Winters dunklem Geheimnis!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung bedanke ich mich ganz herzlich beim Aufbau Verlag!

Produktinformation:
Ilsa J. Bick - Der Zeichner der Finsternis, 2011 im Aufbau Verlag erschienen
382 Seiten, 14,99 €

Kommentare:

  1. Das Buch klingt interesant, das muss ich mir mal näher anschauen.
    Danke für die tolle Rezi!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das Buch ist es wirklich wert gelesen zu werden :-P
      Liebe Grüße

      Löschen