Montag, 7. Mai 2012

Rezension: Thomas Weber - Der Tod der Märchenmacher

Thomas Weber - Der Tod der Märchenmacher


Eine Reise in eine neuartige Märchenwelt

Inhalt:
"Wieso greifst du Taro mit dem Feuerstab an?", brüllte Wolfi wütend. Er stellte sich knurrend vor Freddy auf. 
Seine Augen zeigten eine Entschlossenheit, die Freddy Angst einjagte. 
Freddy trat mehrere Schritte zurück, schaltete die Lampe erneut ein und richtete sie diesmal auf sein Gesicht, das ohne jede Regung blieb. Jetzt war die Überraschung bei Taro und Wolfi groß. Sie traten vorsichtig näher heran und bestaunten Freddys Gesicht.
"Sein Fleisch verbrennt nicht", stellte Wolfi verwundert fest."
(S. 56/57)

Cindy Crow, eine Klassenkameradin von Freddy, steigt nachts in sein Haus ein und bittet ihn um Hilfe. Sie erzählt eine unglaubliche Geschichte davon, dass sie eine Prinzessin in einem unvollendetem Märchen der Gebrüder Grimm sei, und er ein Held, dessen Hilfe sie nun braucht. Natürlich glaubt Freddy ihr diesen ganzen Unsinn nicht - und dann muss er auch noch feststellen, dass sie sein Taschengeld hat mitgehen lassen. Also verfolgt er sie und findet sich dann plötzlich in einer Welt wieder, in der er auf Taro und ihren Freund Wolfi, einen sprechenden Wolf, trifft. Das große Abenteuer beginnt als Taros Großmutter von "Todbringern" in ihrer schwarzen Kutsche entführt wird....

Meinung:
Thomas Webers Schreibstil ist angenehm und leicht zu lesen. Er beschreibt die Abenteuer von Freddy und seinen neuen Freunden detailliert und bildhaft. Mit viel Humor lässt er zwei Welten aufeinander prallen und es macht einfach Spaß die Reaktionen von Freddy auf seine neue Umgebung und all die ungewöhnlichen Wesen zu verfolgen, aber auch Wolfi und Taro staunen bei Freddys Zauberrucksack und all seinen wunderlichen Inhalten nicht schlecht. Egal ob es sich um das kalte Feuer, Schokolade, Cola oder Kaffee handelt.
"Wieso trinkst du dreckiges Wasser? Hast du da Erde reingeschüttet?", fragte Taro, die ihn bei den Vorbereitungen nicht aus den Augen gelassen hatte, mit verzerrtem Gesicht.
"Kaffee! Guten Kaffee", verbesserte er."
(S. 109)
Thomas Weber lässt klassische Märchen auf Sagen treffen, wie zum Beispiel in den Kapiteln V und VI, in denen auf die Sage von Romulus und Remus - zwar in abgeänderter Form - eingegangen wird.
Ebenfalls treffen unsere Freunde auf Piraten, Geister und andere schreckliche Gestalten.
Langeweile kommt da bestimmt nicht auf!

Auch die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet. Jeder hat seine für ihn typischen Eigenschaften und Eigenarten - uns jeder entwickelt sich auf dieser Reise ins Ungewisse weiter. Während Freddy am Anfang noch etwas ängstlich wirkt, wird aus ihm ein tapferer junger Mann, der sich vielen Gefahren stellt und der mit Viel Mut an der Seite seiner Freunde kämpft.
Wolfi und Taro habe ich auch sehr schnell in mein Leserherz geschlossen, obwohl - oder doch grade weil - Taro manchmal eine formvollendete Zicke sein kann.

Die Zeichnungen, die zu Beginn eines jeden Kapitels zu finden sind, geben einem schon ein wenig Vorgeschmack darauf, was den Leser auf den nächsten Seiten erwarten wird. Illustriert wurden diese detailverliebten Zeichnungen von Jan Radermacher.

"Der Tod der Märchenmacher" ist eine phantasievolle und magische Abenteuergeschichte, mit mutigen Charakteren und immer wieder unvermuteten Wendungen! Wenn ihr ausgefallene Geschichten und Märchen mögt solltet ihr es mal mit diesem Buch versuchen!

Wertung:
♥ ♥ ♥ ♥

Für die Bereitstellung bedanke ich mich ganz ♥lich beim Drachenmond Verlag!

Produktinformation:
Thomas Weber - Der Tod der Märchenmacher, 2011 im Drachenmond Verlag erschienen
359 Seiten, 13,95 €

Kommentare:

  1. Klingt eigentlich ganz nett, aber im Moment ist mir nicht nach solchen Geschichten. Dennoch eine sehr schöne Rezension.

    Liebe Grüße, Diti

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  2. Vielen dank lieber Diti :-)
    Jetzt lese ich auch erstmal was fürs Herz ♥

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